Der in Mitteleuropa häufig
bei Pferden vorkommende Pfriemenschwanz Oxyuris equi stellt hauptsächlich eine
Belästigung aufgrund des Juckreizes dar, der die befallenen Pferde quält. Die im
Dickdarm befindlichen Weibchen können eine Länge von bis zu 15cm haben, wohingegen die
Männchen nur bis zu 1,5cm lang werden. Die Männchen sterben nach der Befruchtung ab und
die Weibchen wandern zum After des Pferdes, wo sie bis zu 60 000 Eier in einer klebrigen
Flüssigkeit ablegen. Die Eier in dieser Flüssigkeit, den sogenannten Eischnüren,
durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, wobei die Flüssigkeit trocknet und die gereiften
Eier schließlich in Schuppen zu Boden fallen. Von dort können sie von den Pferden oral
wieder aufgenommen werden, so dass der Kreislauf von neuem beginnt.
Der Juckreiz, der durch die Wanderung der Weibchen zum After verursacht wird,
führt dazu, dass sich die Pferde stark scheuern, was wiederum an den entsprechenden
Scheuerstellen an der Schweifrübe zu erkennen ist. Eine Vielzahl von Wurmmitteln ist zur
Bekämpfung von Pfriemenschwänzen geeignet. Außerdem kann der Erkrankungszyklus durch
Entfernung der Eischnüre am After und verstärkten stallhygienischen Maßnahmen
unterbrochen werden. |